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Winklers Wegweiser
für Stellensuchende

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10. Folge

Bewerbung per



E-Mail

Einführung

Absender

Empfänger

Betreff

Brieftext

Anlagen

Tips
Layoutvorlagen
[Revision 5.5.1999]

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Anlagen

Eine schriftliche Bewerbung ohne Lebenslauf ist wie ein Rad ohne Reifen: Kein Mensch fährt darauf ab.

Das elektronische Anschreiben läßt sich glücklicherweise schnell komplettieren. Erste, doch nicht beste Möglichkeit: Man markiert man in Word den gewünschten Text und zieht ihn mit gedrückter Maustaste hinüber in das Eingabefenster des Mail-Programms:
| Berufliche Tätigkeiten |
| 1.1.90 8.2.99 |
Reporter; Berner Tagblatt |
| seit 1.3.99 |
Korrespondent in Ohlonien |

Das Resultat sieht zwar nicht gut aus, denn es verliert alle Formatierung
Berufliche Tätigkeiten
1.1.90 28.2.99 Reporter; Berner Tagblatt
seit 1.3.99 Korrespondent in Ohlonien

doch läßt sich das nachbessern - falls man die Geduld aufbringt, zwei- bis dreispaltige Datenreihen mit dem simplen Mail-Editor aufzubauen. 76 Anschläge pro Zeile bieten Heim-Designern genug Platz zum kunstvollen Gestalten. Wenn das Empfängerprogramm den Text jedoch anders umbricht, bekommt auch das schönste Dokument den tristen Look der Zufälligkeit.

Das neuere Rich-Text-Format (HTML) in Applikationen wie Outlook Express kommt mehr dem Spieltrieb entgegen, bietet krude Web-Typographie und verlangt vor allem vom Empfänger-Programm entsprechende Fähigkeiten.

Gut, dass man Dokumente auch als Anlage verschicken kann.

Attachments dürfen zwar einen bestimmten Umfang nicht überschreiten. Maximale Größe einer Mail: zwischen 300KB und 1 Megabyte, je nach Vorgaben des Netzadministrators bzw. des Service Providers. Doch diese Werte erreichen normale Mails kaum.

Meine Bewerbungspraxis hat an Dateiformaten gesehen: Word (alle Versionen) sowie kompatible Dateien, RTF, PC-Text, PDF (Acrobat Reader), PS (Postscript), Pagemaker, EPS (Ecapsulated Postscript), QuarkXPress. Das stellte die Übersetzungskünste meines Macintosh kaum auf die Probe, doch Personal Computer in Personalabteilungen reagieren auf diese Zumutung mit der Arroganz der Ungebildeten Maschine. (Intel inside, aber keine simplen Konverter!) Falls kein bestimmtes Datei-Format verlangt wird:

Anlagen im Word-Format versenden

Standard-Zeichensätze von Microsoft (Arial, Times etc.), Verzicht auf Grafikelemente und auf selbst gescannte Fotos zeichnen elektronisch verbreitete Lebensläufe aus. Zusätzlich mitgesandte Bewerberfotos im GIF- oder JPEG-Format öffnen zu müssen, überfordert die meisten Adressaten. (Erst speichern, dann im Browser von der Festplatte laden). Was die verrauschten Bildchen einem sagen - dass die Porträtierten überhaupt nicht eitel sind - das möchte man doch besser unbesehen glauben.

Weit verbreitet auch im Office-Bereich ist das PDF-Format. Dafür gibt es kostenlos den Acrobat Reader bei www.adobe.com. Acrobat-Dateien sind plattformunabhängig, können Multimedia-Elemente aufweisen und behalten auch im Ausdruck alle typographischen Auszeichnungen. Eigentlich eine optimale Lösung - aber man braucht zum Erstellen Profisoftware.

Mail-Programme kodieren Dokumente, bevor sie auf den Weg geschickt werden. Die drei gebräuchlichsten Verfahren: MIME (bzw. Base64) , Uuencode und BinHex. Auch hier gilt, dass moderne Anwendungen dies automatisch und im Hintergrund besorgen. Falls ein Empfänger mit Ihrer Anlage nichts anfangen kann, ändern Sie einfach das Kodierungsverfahren in den Voreinstellungen der Mail-Applikation:

MIME -> PC
Uuencode -> Unix
BinHex -> Mac

Eine einzelne Datei vor dem Versand gesondert zu komprimieren, lohnt nicht. Unter Umständen greift Ihr Programm sogar selbständig auf vorhandene Utilities zurück (wie im Fall Outlook Express und StuffIt).

Stellenanbieter sollten nicht die Adressaten Ihrer allerersten E-Mail-Versuche sein. Testbewerbungen würde ich vorab an vertrauenswürdige Leute schicken einfach, um auszuprobieren, wie sie ankommen. Korrespondieren Sie häufig, versenden Sie öfter Text und Bilddateien, entwickeln Sie vor allem als Privatmensch eine Routine, damit Sie den leidigen technischen Aspekt in den Griff bekommen.


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