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DAS STELLENANGEBOT Gibt Ihnen das hier zu denken: Überdurchschnittliches Engagement, die Fähigkeit zur Teamarbeit, Verantwortungsbewusstsein und Belastbarkeit gehören ebenso wie Selbständigkeit und Eigeninitiative zu Ihren persönlichen Eigenschaften. Das gibt Ihnen sogar sehr viel zu denken? Das sollte es aber nicht. Es stammt nur aus einem Stellenangebot. Weshalb werden Stellenangebote veröffentlicht? Weil schnellere und kostengünstigere Wege, wie z.B. die interne Ausschreibung, nicht den gewünschten Erfolg hatten. Und was, wenn Sie in Ihrer bevorzugten Jobbörse oder Zeitung vergeblich nach spannenden Annoncen blättern? Vielleicht besteht wirklich kein Bedarf nach Ihnen. Sie werden es nie genau erfahren, wenn Sie nicht von sich aus nachfragen. Die Samstagsausgaben der überregionalen Tagespresse und die wichtigen Wochen- und Fachzeitschriften können Sie in öffentlichen Bibliotheken durchblättern. (Lesen Sie bei der Gelegenheit auch den Wirtschaftsteil.) Für jede Branche und jeden Beruf existieren Fachzeitschriften mit entsprechenden Annoncen. Zwischen Ärzteblatt und VDI-Nachrichten gibt es so viele Periodika wie geldbringende Tätigkeiten. Zeitschriftenverzeichnisse recherchieren Sie ganz ohne Rechercheberater im Web. Beispiel: Wissen und Management sind die beiden Pole Ihrer beruflichen Welt. Dann geben Sie in google einfach ein Begriffspaar wie "Zeitschrift+Wissensmanagement" ein. Stellenangebote publiziert aber auch das Arbeitsamt. Rundfunksender verlegen sich auf akustische Stellenmärkte. Um die großen Jobbörsen im Web wachsen heftig kommunizierende Online-Gemeinschaften. Dort lassen sich die Guides und Gemeindemitglieder in ihren Diskussionen von den eingehenden Jobangeboten nicht groß stören. Stellenangebote sind Indikatoren für Beruf, Karriere und Wirtschaft. Indikatoren zeigen an, was passiert. In manchen Berufszweigen, so könnte man meinen, braucht es keine Indikatoren. Controller sind zum Beispiel immer gesucht und die Leute, denen sie auf die Finger klopfen, auch. Aber fragen Sie mal einen Controller. Über Stellenanzeigen, Business-News, Lektüre von Geschäftsberichten, Insidertalk und Infos vom Nachbartisch sammelt er in aller Ruhe Daten für seine Analysen. Kurzum, Leute, zu deren Jobbeschreibung es gehört, informiert zu sein, verfolgen eher die Märkte und reagieren deswegen auch schneller auf Gelegenheiten und Veränderungen. Ihnen ist egal, was in der Welt passiert? Dann analysieren Sie doch, was heutzutage an Schlüsselqualifikationen verlangt wird. Vielleicht kommen Sie zum Schluss, dass Sie Ihr Englisch oder Ihre zweite Fremdsprache noch ausbauen sollten... In Zeiten hoher Arbeitslosigkeit mehren sich dubiose Anzeigen. Bitte vergessen Sie bei der Lektüre nicht den alten Grundsatz: Steig zu keinem fremden Jobanbieter ins Auto.
Beispiel: Sie sind Baustellenleiter. En Personaler schreibt eine Position Baustellenleiter aus. Die aufgelisteten persönlichen Eigenschaften in der Jobofferte beschreiben den Baustellenleiter so, wie sich der Personaler das eben vorstellt, wenn der Betriebsrat mitliest. Sie sind aber selber ein tüchtiger Baustellenleiter. Sie wissen viel besser, wie ein idealer Baustellenleiter tickt. Greifen Sie darum nicht den Forderungskatalog auf. Veranschaulichen Sie stattdessen den herausragenden König der Baustellen, so wie Sie ihn verkörpern. Über Ihrem lebendigen Bild vergisst der Personaler seinen Entwurf. Und falls er es nicht tut, haben Sie verloren. |
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