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| Bewerbung - Praxisbeispiele | ||||||||
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Eine Jura-Studentin suchte einen Dienstleister zur schnellen und preiswerten Überarbeitung ihres Lebenslaufs. Sie wandte sich an Berlins erste Adresse für die Personalentwicklung, die Personalqualifizierung und den persönlichen Berufserfolg, die ****** GmbH. Na schön, ich arbeite in Zehlendorf. Auf ihrer Web Site verspricht die Gesellschaft in Berliner Bescheidenheit: Unseren Privatkunden verhelfen wir zum geeigneten Rüstzeug für ihren Berufserfolg.
War es gut getan, den Lebenslauf aufrüsten zu lassen? Nach Erhalt ihres überarbeiteten Dokuments schrieb mich die Studentin an: Da ich bezweifle, dass mein CV in seiner aktuellen Fassung perfekt ist, möchte ich mich erkundigen, ob Sie mir schreiben könnten, welche Informationen fehlen bzw. welche Fehler des Dokuments Arbeitgeber davon abhalten, mir ein Praktikum anzubieten. Hobbies sah schon irgendwie nicht perfekt aus, doch wer bin ich, dass ich Kollegen schelte und darum antwortete ich nur, dass ich gern versuchen wollte, den von der ****** GmbH ausgearbeiteten Lebenslauf auf meine Weise neu aufzubauen. Allerdings würde ich dafür die beiden Fassungen auf meiner Site nebeneinander stellen. Die Studentin stimmte zu. Sie finden also den Lebenslauf A, so wie er die erste Berliner Adresse verlassen hat und die von mir überarbeitete Version B. Es liegt an Ihnen zu entscheiden, welches Profil den Anspruch auf einen Praktikumsplatz besser verdeutlicht. Ein deutliches Mehr an Fakten in meiner Fassung B resultiert aus den Fragen, die ich der Bewerberin nach Lektüre der Vorlage gestellt habe. Auch das Weniger an einigen unwesentlichen Daten nehme ich auf meine Kappe. Durfte ich weiter bohren? Ich konnte nicht anders. Bewerbungsberater sind Datengräber. Ob das, was ich da geschürft, gewaschen, poliert und arrangiert habe, Gold ist oder nur Katzengold, darüber befinden die Bewerberin, die Praktikumsanbieter und jetzt auch Sie, liebe Leser. Ach, übrigens ist dem Texter der Version A auch noch das C U R R I C U L L U M ein bisschen zu lukullisch geraten. Apropos sieht nach mehr aus: Neulich ist einem Bekannten ein leicht erhitzter Karrierist aufgefallen, so sehr mit Vitamin B aufgebräunt, dass er sicher auch seine Vita mit Curriculum Vitae betitelt. Der junge Mann trug karierte Golfhosen zum hellen Polo und breitete sorgsam ein Handtuch vor der Fahrertür seines Bolidchen aus, um darauf seine Burlington-besockten Füße sichernd abzustellen, worauf er aus seinen schneeweißen Golfschuhen stieg und in braune Slippers schlüpfte. So jemand schwingt nicht nur einen Oversized Titanium Driver. Der hat auch das Grande Latinum. Fassung A - so, wie sie mich erreicht hat Fassung B - was ich daraus gemacht habe Seitenanfang Berlin, 27. Juni 2007 |
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| Job-Interview: Übersicht Bewerbungshelfer: Übersicht |
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