Neue Texte auf jova-nova.com Zur Inhaltsübersicht Tipps, Beispiele, Vorlagen, Anleitungen für Job- und Ausbildungsplatzsuchende Arbeitsblätter, Fragebögen, Formulare An die Arbeit - der Online-Ratgeber Ich helfe! Suchen auf jova-nova.com Guter Rat seit 1997 auf jova-nova.com
Gerhard Winkler ist Ihr Bewerbungshelfer
Die neuesten
Beiträge
jova-nova.com hat
(sehr) viele Seiten
Alles, was
Bewerber brauchen
Bewerben kann
man lernen

An die Arbeit!
(Online-Fassung)
Das kann ich
für Sie tun
Worüber
möchten Sie lesen?
Seit 1997 online:
Gerhard Winklers
Rat für Jobsuchende



Qualifikationsalarm!

„Ich arbeite seit zehn Jahren in meinem speziellen Bereich der Anwendungsentwicklung und –betreuung. Dem Unternehmen, bei dem ich beschäftigt bin, geht es schon seit einiger Zeit wirtschaftlich nicht besonders gut. Ich denke deshalb intensiv darüber nach, meinen Job zu wechseln. Allerdings gibt der Stellenmarkt in meiner besonderen Sparte nicht mehr viel her. Ich möchte auch in Zukunft mithalten können und auf anderen Systemen mit aktuellen Programmiersprachen Anwendungen entwickeln. Wie soll ich das aber am besten angehen?“

Typischer Fall von Qualifikationsalarm. Die Warnsignale überhören viele wackere Berufstätige, die sich voll und ganz auf ihren Job konzentrieren. Noch mehr Leute verpassen, was die Stunde schlägt, weil sie es sich gerade so schön gemütlich gemacht haben. Doch die Zeiten ändern sich schneller als wir uns mit ihnen.

Ihre Befürchtung: Ihr Quali-Profil deckt die heutigen oder künftigen Jobanforderungen nicht mehr ab. Sie könnten das ignorieren, die Wirklichkeit kurzerhand umdefinieren oder erst einmal versuchen, die Lage zu peilen. Tun Sie letzteres, und zwar in einem Kraftakt:

Erfassen, was heutzutage verlangt wird

Halten Sie sich den nächsten verregneten Sonntagnachmittag frei. Sie werden ihn brauchen. Plündern Sie zunächst den lokalen Bahnhofskiosk. Besorgen Sie sich die Samstags- (bzw. Sonntags-) ausgabe der FAZ, der Süddeutschen Zeitung und aller verfügbaren überregionalen Tageszeitungen. Schneiden Sie sämtliche Stellenanzeigen aus, die für Sie gerade nicht mehr beziehungsweise leider nicht mehr in Frage kommen. Recherchieren Sie natürlich auch in möglichst vielen Jobbörsen nach Angeboten. In einem dritten Schritt gleichen Sie die verfügbaren Online-Infos über Ihr Berufsfeld ab. Dazu googlen Sie Begriffspaare wie „Anforderungsprofil Berufsbezeichnung“, „Perspektiven Berufsbezeichnung“ oder „Voraussetzungen Berufsbezeichnung“. Drucken Sie sich alle Infos aus.

Je breiter Ihr Überblick, desto objektiver das Gesamtbild. Notieren Sie am Ende Ihrer Recherche sämtliche von den Stellenanbietern verlangten Skills, die Sie selbst nicht liefern können. Erstellen Sie dazu eine Rangliste aller in Ihrer Sparte verlangten und von Ihnen derzeit nicht erfüllbaren Anforderungen. Benutzen Sie dazu dieses oder ein selbst entworfenes Raster.

Tool/Fähigkeit meint: verlangte Qualifikation. Beispiel: "Java-Kenntnisse"
Position/Aufgabe meint: ausgeschriebene Stelle. Beispiel: "Anwendungsentwickler/in"
Zahl meint: Anzahl der gefundenen Stellenangebote, in denen die Anforderung genannt wurde.
Relevanz meint: Stellenwert der Qualifikation
.

Tool,
Fähigkeit
Position,
Aufgabe
Zahl Relevanz

Schon fertig damit? - Ihr erstes Ziel war es, auf dem Jobmarkt die aktuellen Verhältnisse und Tendenzen für Ihren Turf zu erfassen. Bravo! Sie haben das geschafft - selbständig, selbstmotiviert und selbstredend, ohne bei Ihrer Seitenschau im Sportteil der Rundschau oder im clever-bewerben-Teil von jobs.de hängen zu bleiben.

Ihr Zwischenergebnis

Sie haben hauptsächlich Stellenofferten gefunden, die ziemlich genau auf Ihr derzeitiges Profil passen. – Gut für Ihr Selbstbewusstsein und gut für alle, bei denen Sie sich bewerben werden.

Sie haben zwar Jobangebote für Ihre Position gefunden. Die beschreiben jedoch meist Anforderungen, die Sie derzeit nicht erfüllen können. – Und das in Ihrem erlernten Beruf? Au Backe.

Sie haben kaum Angebote gefunden, auf die Ihre Suchkriterien passen. – Das kann verschiedene Gründe haben. Doch nur einer davon wäre OK: Falls Firmen es aufgegeben haben, per Inserat nach so qualifizierten Top-Leuten zu suchen, wie Sies einer sind. Ansonsten: Quali-Alarmstufe Rot!

Hätten Sie Ihre Fachzeitschriften studiert, wären Ihnen die Entwicklungen Ihres Metiers nicht verborgen geblieben. Hätten Sie die Zeit von letzter Woche gelesen, so wüssten Sie, ob es neueste Erkenntnisse gibt über das autonome Jobmarktsubjekt, das sich immerfort selbst erfindet. Doch auch, wenn Sie mit Ihrer Innovationsfreude selbst Westerwelle schlagen: Sie müsen nicht vorauseilend anpasserisch handeln. Hauptsache, Sie schaffen es, sich in einer wandelnden Welt ab und zu verläßlich zu orten. Deshalb:

Ab zum Kreuzverhör

Stellen Sie sich den folgenden Fragen. Formulieren Sie dazu immer auch schriftlich eine Antwort. Belügen Sie sich nicht selbst, reden Sie Klartext. Sprechen Sie über die hier angeschnittenen Themen auch mit Ihrem Partner, mit Ihrem besten Kollegen, vielleicht sogar mit Ihrem Vorgesetzten. Wenn Sie sonst keinen interessiertren Zuhörer haben, schreiben Sie Ihrem Bewerbungshelfer.

1. Sehen Sie Ihren derzeitigen Arbeitsplatz bereits als massiv gefährdet?



2. Was können Jobeinsteiger in Ihrer Sparte, was Ihnen fehlt?



3. Wie bewerten Sie Ihr künftiges berufliches Überleben, wenn Sie nichts für Ihre Weiterbildung tun?



4. Wieviel Zeit bleibt Ihnen, um sich fachlich wieder fit zu machen?



5. Welche der auf dem Stellenmarkt häufig verlangten Qualifikationen für Ihr Berufsfeld würden Ihr Profil besonders sinnvoll ergänzen?



6. Wenn Sie Abteilungsleiter oder Geschäftsführer wären, wie würden Sie Ihre Organisation für die Zukunft rüsten?



7. Geht es Ihnen eigentlich nur darum, sich in neue Tools für Ihren Job einarbeiten zu müssen?



8. Müssten Sie grundlegende Kenntnisse oder Fertigkeiten nachholen?



9. Brauchen Sie im Grunde noch Ausbildungsnachweise und –abschlüsse, deren Fehlen bisher stets ein Karrierehemmnis gewesen ist?



10. Müssen Sie sich neu positionieren? Oder ganz neu für den Arbeitsmarkt erfinden?



11. Haben Sie in Ihrer derzeitigen Funktion das Ihnen maximal Mögliche erreicht?



12. Sehen Sie Ihr Berufsleben als einen einzigen Weg? Als eine Folge von Stippvisiten? Als etwas Gleichförmiges? Kommen Sie jetzt nicht mehr weiter?



13. Was könnte Ihr Arbeitgeber zu Ihrer fachlichen Weiterentwicklung beitragen? Entwerfen Sie dazu Ihre argumentationsstarke Rede!



14. Wie könnte Ihr Partner/Ihre Familie Ihre Lernanstrengung unterstützen? Notieren Sie dazu Ihre Befürchtungen - Ideen - Wünsche!



15. Was wissen Sie über die Bildungsanbieter auf dem Markt?



16. Worin unterscheiden sich die verschiedenen Weiterbildungsangebote?



17. Decken sich die Schulungsinhalte mit den Anforderungen des Markts?



18. Zählen Sie auf, was Sie einrichten oder ändern müssten, um Lernaktivitäten in Ihren Alltag zu integrieren!



19. Warum würde ein Personaler Sie bevorzugt einstellen, wenn Sie sich die fehlenden Skills angeeignet hätten?



20. In welche Richtungen könnten Sie noch gehen? Skizzieren Sie ein Bild mit: Ihrem Standort, Ihrem bisherigen Weg und den für Sie möglichen und gewünschten neuen Bestimmungen.



Ihr Name

Ihre E-Mail

Ihr Arbeitsblatt drucken Sie sich aus oder Sie schicken es per Mausklick an
Gerhard Winkler. Ich sehe es durch und maile es wieder an Sie zurück. Ihre Daten gebe ich nicht an Andere weiter.



© 21-11-2002 / 2004 jova-nova.com
Nachdruck, Vervielfältigung (egal auf welchem Medium) auch in Teilen verboten. Feedback erwünscht. Alle Informationen und Arbeitsblätter auf jova-nova.com sind kostenlos. Finden Sie meine Seiten nützlich und lesenswert? Dann empfehlen Sie mich weiter!


"Die Zeiten ändern sich schneller als wir uns mit ihnen."

Sie machen Ihren Job. Und wie gut sind Sie für den nächsten? Nehmen Sie sich Zeit für ihre Profil-Analyse ...

[Aktuell] [Übersicht] [Bewerbung] [Arbeitsblätter] [Online-Buch] [Service] [Suchen] [Impressum]