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| Vorbereitung auf das Job-Interview | ![]() |
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"Weshalb haben Sie sich ursprünglich für diesen Beruf entschieden?" |
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| "Dafür gibts viele gute Gründe" Ihre Reaktion zeigt, wie Sie zu Ihrem Beruf stehen, welche Bedeutung er für Sie hat, wie wichtig und wie nah er Ihnen ist. Sie lasen die Frage und dachten sogleich: "Kein Problem. Ich tue einfach so, als sei ich der geborene Vertreter meines Traumberufs". Tun Sie das nicht. Legen Sie sich nicht all zu sehr fest. Vielleicht bauen Sie neunzig Minuten lang den geborenen Verkäufer auf und in der Verlängerung schwant es dem Stellenanbieter, dass er einen Berater bräuchte. Dann sind Sie schnell ein Findelkind, das niemand will. Für diese Begründung wird man Sie mögen Familientradition: "In unserer Familie sind alle Feinmechaniker oder Ingenieur. Wir haben ein Gespür für Werkzeugen und Maschinen." Vorbild: "Die beste Freundin meiner Mutter, eine äußerst erfolgreiche und bewundernswerte Frau, ist Stationsleiterin. Ich war schon sehr früh von Ihrem Engagement beeindruckt." Gesinnung: "Ich habe noch in der Schule angefangen, Max Weber zu lesen. Das war sicher mit ausschlaggebend, dass ich etwas gesellschaftlich Sinnvolles tun wollte." Bestimmung: "Meine erste Under-Cover-Story schrieb ich als schon Zehnjährige. ich gab mich als türkisches Mädchen aus und bat Passanten um Hilfe." Begabung: "Es ist mir selber gar nicht aufgefallen. Erst als ich den Förderpreis gewann und meine Mathe-Lehrerin mit mir gesprochen hatte, ging mir auf, wo meine Stärken liegen." Voraussicht: "Weil ich anfangs nicht wusste, was ich studieren sollte, habe ich einfach Marktforschung betrieben. Welches sind die Wachstumsbranchen der nächsten Jahre? Welches die interessanten Berufsfelder? Der gemeinsame Nenner war Wissensmanagement." Entwicklung: "Für mich war das keine besondere Entscheidung. Ich war als Kind auf Baustellen dabei, ich bekam zum dreizehnten Geburtstag einen Zeichentisch, mit Sechzehn programmierte ich schon einen Stücklistengenerator." Für diese Begründung schaut man Sie scharf an Geld. - Wie peinlich. Außer, Sie arbeiten in der Finanz-, Makler-, Handelsbranche. Dann ist das nicht nur ein hinlänglich ausreichender, sondern sogar d e r richtige Grund. Status. - Komisch. Das sieht man Ihnen gar nicht an. Zufall. - Macht sich nur gut, wenn Sie zufällig Microsoft gegründet haben. Zweite Wahl. - Ihre eigentliche Liebe ("Erstellen von Fingerpuppen") begraben Sie während eines Job-Interviews ganz tief in Ihrem Herzen. Noch tiefer! Schloß davor! Schweigegebot! Auch wenn es sehr schön ist, Sie ganz ausfüllt, Sie am allerliebsten immerzu darüber reden möchten. Klappe zu! Sonst ist der Job weg. Fremdbestimmung. - Wenn's der Vater so gewollt, die Mutter so bedacht und der Familienrat so bestimmt hat: dann gehören Sie garantiert zu den Leuten, die erstens nicht auf böse Bewerbungsonkel hören und zweitens nicht einsehen, warum Sie besser selbständig werden sollten. Ihren Eltern ist es übrigens nicht recht, dass Sie sich spätabends noch in diesem Internet da festlesen. Schlecht für die Augen. [Gerhard Winkler] Seitenanfang |
"Keine Angst vor dieser Frage" |
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