Bevor die mit dem Allgemeinen Gleichmacher-Gesetz bewaffneten Egalitätsbeauftragten endgültig durchsetzen, dass man Bewerber unbesehen einlädt und jenseits eines blickdichten Vorhangs befragt, möchte ich Ihnen doch gern meine Ansichten zum Bewerber-Porträt nahebringen.
In aller Kürze:
Ich fasse noch einmal mein Beraterwissen für Sie zusammen: Das Foto schwarz-weiß oder farbig, 6 x 4 oder größer, Querformat, wenn Sie aus dem Rahmen fallen möchten. Ein Schwarz-Foto nimmt Farbe raus – das heißt auch jede Kleiderfarbe, die dem Betrachter unangenehm auffallen könnte. Elegant erledigt hat man auch das leidige Problem der Hauttönung. Im digitalen Fotostudio von heute zeigt Ihnen der Fotograf schon am Bildschirm, wie unterschiedlich Farbe und Schwarz-Weiß eine Person akzentuieren. Verwenden Sie keine Privataufnahme. Auch nicht, um zu sparen. Verwenden Sie kein Automatenfoto und auf keinen Fall eines, auf dem Sie weniger vorteilhaft aussehen als im wirklichen Leben. Gehen Sie nicht zu einem Ruck-Zuck-Fotografen. Ihnen hilft kein Schnellschuss, Ihnen hilft kein Schnappschuss, Ihnen hilft ausschließlich ein ausbalanciertes und bestens ausgeleuchtes PR-Foto.

Sie benötigen ein Werbebild, auf dem Sie berufstätig aussehen und freundlich. Vorbilder für einen fotogenen Auftritt der erwachsenen Bewerberin bzw. des erwachsenen Bewerbers sind allemal: Geschäftsführer, leitende Angestellte, Führungskräfte, die sich für ein PR-Foto ablichten lassen.
Warum niemand aus der eigenen Reihe? Weil wir selber am besten fahren, wenn wir die Standards der Leistungselite übernehmen. Neutrale Businesskleidung, offenes Lächeln, freundlicher Blick, entspannte, aber keinesfalls nachlässige Allüre.
Natürlichkeit ist die höchste Stufe kunstvollen Verhaltens. Ihr Porträt hat die Funktion zu zeigen, dass Sie im beruflichen Umfeld eine gute Figur machen.
Besprechen Sie diese Tipps beim nächsten Studio-Termin mit dem Fotografen Ihres Vertrauens:
Die weitaus meisten Porträts sind heute in Farbe. Ein gutes Schwarz-Weiß-Porträt ist stets auch eine Charakterstudie und reduziert ein Porträt auf das Wesentliche. Eben wegen der angemessenen Ausleuchtung, der Eliminierung der Außenwelt, des wirkungsvollen Bildausschnitts, der vorteilhaften Zeichnung sucht man ausnahmslos ein ein gutes Studio auf. Sorry, Jungs und Mädels mit der nikonösen SLR: Bewerbungsfotografie spielt in einer anderen Liga!
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Berlin, 17.3.2009
Ich schreibe für den verständigen Leser. Halten Sie bitte auch mich auf dem Laufenden: über den Jobmarkt, über Ihre Bewerbungswege, Erfahrungen, Abenteuer und Erfolge. Was vermissen Sie auf jova.nova.com? Was sehen Sie anders? Ich freue mich über Ihr Feedback!
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