1
Kündigen Sie an, dass Sie etwas Zeit brauchen, um sich zu informieren, mit allen zu reden, die Organisation zu verstehen.
2
Sammeln Sie zuerst Informationen und Eindrücke, um dann Ihren meisterlichen Plan, die sinnreiche Struktur, die kühne Stoßrichtung, die mutige Entscheidung über Projekte zu entwickeln.
3
Ändern Sie aber, was zu ändern ist, binnen der ersten Wochen. Entweder Sie lösen es rasch oder es wird zum chronischen Ärgernis.
4
Ihre Mitarbeiter wissen, was es braucht, um die Einheit funktionstüchtiger, schlagkräftiger, erfolgreicher zu machen. Ermuntern Sie jeden Einzelnen zum Reden und hören Sie genau hin.
5
Versenken Sie sich mit allen Personen, die direkt an Sie berichten, so lange in Zweiergespräche, bis man Ihnen vertraut und Sie alles wissen, was Sie zum Handeln brauchen
6
Bringen Sie in Erfahrung, was jeder Ihrer direkten Mitarbeiter macht, was er braucht, was er so lassen und was er verbessert haben will.
7
Machen Sie alle Mitarbeiter, die solange ausgeharrt haben, bis mit Ihrer Ankunft die Monate der Lähmung, der Demütigung und des fortgesetzten Desasters endlich vorbei sind, zu Ihren eifrigen Mitstreitern.
8
Identifizieren Sie die Mitarbeiter, die nichts machen, nicht mitmachen oder ihre Privatfehden oder Feldzüge führen. Suchen Sie gemeinsam nach Wegen aus der inneren Emigration und falls es keinen gibt, trennen Sie sich rasch.
9
Unterbinden Sie von Anfang an, dass Mitarbeiter Ihnen etwas über ihre Kollegen ins Ohr blasen.
10
Lassen Sie nicht zu, dass man Abwesende anschwärzt.
11
Gehen Sie aber Berichten über geschäftsschädigendes oder gar kriminelles Verhalten sofort nach.
12
Sprechen Sie auch mit Leuten, die nicht in der direkten Berichtslinie zu Ihnen stehen – aber nicht über deren Vorgesetzte.
13
Verdeutlichen Sie unmissverständlich, wie Sie selbst angesprochen und informiert werden möchten.
14
Unterbinden Sie das Überbringen wichtiger Nachrichten per Mail. Man meldet sie Ihnen direkt oder telefonisch.
15
Weisen Sie darauf hin, dass Sie keine kritischen Informationen in seitenlanger Verpackung aufspüren werden. Auch hier gilt: das Wichtigste erreicht zuerst ihr Ohr.
16
Stellen Sie klar: Probleme werden nicht vor Ihnen versteckt; sie werden sofort und direkt angesagt. Im Gegenzug machen Sie den Überbringer nicht für die Botschaft verantwortlich.
17
Stellen Sie sich gut mit allen guten Geistern, die fast unsichtbar den Laden am Laufen halten.
18
Halten Sie ihren eigenen Vorgesetzten informiert - aber ersparen Sie ihm die Fülle der Details.
19
Belohnen Sie Mitarbeiter und Teams von Anfang an für Erfolg und gute Leistung: Mit viel Lob, kleinen Zeremonien, gemeinsamen Aktionen.
20
Alles, was in einem Kindergarten funktioniert, funktioniert auch in Ihrer Gruppe oder Abteilung. Halten Sie die das Team zusammen und sehen Sie aus gebührendem Abstand zu, dass Ihnen keiner verloren geht.
(nach Empfehlungen von Dr. J. Holldack)
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August 2007 - Gerhard Winkler; Text zuletzt überarbeitet: Berlin, 14.03.2009.
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