Moderator: Willkommen beim offenen Chat mit dem Bewerbungshelfer Gerhard Winkler.
Gerhard Winkler: Liebe Jobfinder, ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich habe für jeden Chat neue Fragen. Bevor ich meine erste los werde: Guten Abend! Wo immer Sie in Ihr Chatfenster blicken - ich hoffe, Sie werden heute gute Fragen und treffende Antworten finden.
Meine Fragen an Sie: Geben Sie in Ihrer Bewerbung Referenzen an? Und wie kommt dies bei den Personalern an?
ChristineD: Habe in meiner überarbeiteten Version eine Referenzperson (ehemalige Chefin) angegeben, kann aber (noch) nicht beurteilen, wie das bei Personalern ankommt. Die ehemalige Chefin aber hat sich gefreut und gerne bereit erklärt.
Gerhard Winkler: Ich denke auch, dass ehemalige Vorgesetzte sich freuen, wenn Sie einem behilflich sein können. Verlassen Sie Chefs und Mitarbeiter so, dass Sie sich jederzeit hinterher auf einen Chai Latte (oder ein Bier) treffen können.
Sascha: Habe bisher keine Referenzen angegeben, da mir niemand einfällt, den ich als Referenz nennen könnte. Kollegen fallen aus, da ich mich aus ungekündigter Position beworben habe.
Gerhard Winkler: Kollegen eignen sich sowieso nicht so gut - ehemalige Vorgesetzte aber schon!
Sascha2: Ich arbeite seit Abschluss meines Studiums im gleichen Unternehmen. Also fallen ehemalige Vorgesetzte auch schon mal flach.
Gerhard Winkler: In Ihrem Fall (sofern Sie kein Zwischenzeugnis vorlegen wollen) beschränken sie sich ganz auf die Aufzählung Ihrer alltäglichen Pflichten und bisherigen Leistungen im Job!
wolfg55: Hallo Herr Winkler, vielen Dank im Voraus für die Beantwortung meiner Frage: Ich bin seit 3 1/2 Jahren als freiberuflicher Diplom-Übersetzer für Englisch/Spanisch tätig und möchte mich jetzt wieder auf dem freien Arbeitsmarkt bewerben. 2006 habe ich gegen eine Kündigung aus dem Angestelltenverhältnis mit Erfolg erfolgreich geklagt; die Sache endete mit einem Vergleich. Nun die Gretchenfrage: soll ich diesen massiven Knick in meinem CV in irgendeiner Form erwähnen oder nicht?
Gerhard Winkler: Hallo, wolfg55: Das Angestelltenverhältnis thematisieren Sie mit den Aufgaben und vertraglichen Pflichten, den Erfolgen und besonderen Leistungen. Weder im Anschreiben noch im Lebenslauf thematisieren Sie den Kündigungsgrund. Der Trouble mit dem Arbeitgeber ist natürlich tabu - kommen Sie auch im Gespräch nicht drauf!
FatMike: Hallo! Ich habe mit Menschen zu tun, die leider kaum (Aus-)Bildung genossen haben (keinen oder schlechten Schulabschluss, keine oder schlechte Ausbildung). Mir fällt es schwer, deren Stärken/Kompetenzen (die sie durchaus haben) im Anschreiben zu erwähnen und sie gleichfalls durch Unterlagen zu belegen. Meistens sind keine Nachweise vorhanden oder die Abgangszeugnisse sehr schlecht. Wie soll ich also Anschreiben/Lebenslauf aufbauen, wenn kaum etwas da ist, was als Referenz anzugeben ist?
Gerhard Winkler: Hi FatMike, leiten Sie die Leute an, die Lebenslaufdaten sorgsam zusammenzutragen. Zwingen Sie sie sanft, aber nachdrücklich dazu, den Werdegang zu erkennen und anzuerkennen. Anschrieben und Lebenslauf werden da meist keine echten Proargumente liefern - das heißt, dass die Argumentation außerhalb schriftlicher Präsentationen verlaufen muss. Gerhard Es ist ganz klar. Nur mit den Unterlagen allein haben diese Bewerber keine Chance, auch wenn sie sprachlich aufgehübscht sind.
FatMike: Erstmal danke für Ihre Antwort. Würden Sie dennoch empfehlen, dass das Anschreiben unbelegbares, erinnertes Gutes enthält (bspw. Praktikum bei A mit XY Tätigkeiten) und Fähigkeiten angegeben werden, die aus der persönlichen Einschätzung stammen (aber vorher durch mich kritisch hinterfragt wurden) unter anderem ausgewählte Softskills und/oder EDV Kenntnisse etc.?
Gerhard Winkler: Anschreiben - das kommt rein: relevante praktische Erfahrung inkl. Arbeitgeber, Ort der Firma. Auch wenn es durch ein Zeugnis nicht belegbar ist. Meine Anschreiben für Klienten haben (kaum je) Selbstaussagen über die eigenen Qualitäten, Stärken, Fähigkeiten. Wenn, dann lege ich die den Referenzpersonen in den Mund. Für mich ist das eine eiserne Regel.
FatMike: In den Anschreiben meiner Teilnehmer verwurste ich im vorletzten Absatz den zuständigen Meister/Praxisanleiter mit Telefonnummer und den Eigenschaften, durch die der Teilnehmer hervorsticht UND die zu der Stelle passen, auf die sich der Teilnehmer bewirbt. Bis jetzt noch ohne Rückmeldung. Sollte es eine geben, leite ich das gerne weiter (schließlich hab ich ja den Hinweis von Ihnen).
Gerhard Winkler: Wow! FatMike! Falls ich jemals meine Methode vergesse, komme ich zu Ihnen, um sie wieder neu zu lernen! Schauen wir mal, wie die Referenzen wirken! Ich drücke Ihren Leuten die Daumen!
March: Guten Abend Herr Winkler. Erst einmal ein großes Lob für Ihre Bewerbungstipps. Ich habe einige Fragen zu meinem Lebenslauf. Da ich zur Zeit noch studiere, liste ich ja zuerst die Ausbildung und dann die berufliche Praxis auf. Ich habe 2007 mein Studium begonnen, 2009 mein Vordiplom gemacht und dann allerdings an der gleichen Hochschule mit einem anderen Studienfach weitergemacht. Wie kann ich diesen Umstand am besten darlegen? Außerdem habe ich zwischen Schulabgang und Studium für 4 Monate im Familienbetrieb ausgeholfen. Dies gehört doch auch in die Rubrik "Berufliche Praxis" nicht wahr? Vielen Dank.
Gerhard Winkler: Hi, March. Sie haben sicher schon sporadisch seit 2005 im Familienbetrieb ausgeholfen - vielleicht können Sie einen längeren Zeitraum im Lebenslauf auflisten!
Das erste Studium können Sie in das aktuelle reinpacken:
seit 10.2007 | Diplomstudium Betriebswirtschaft, Hochschule Berlin Organisation; Marketing; Finanzen 10.2005 – 09.2007 Studium Volkswissenschaft 09.2007 Vordiplom, Note 2,3 |
09.1984 – 06.2006 | Winkler-Oberschule Berlin Abitur, Note 2,1 |
March: Vielen Dank. Dieser Punkt war mir allerdings noch unklar. Also soll ich einfach rechts schreiben, September 2009 Vordiplom? Zudem habe Ich 2006 mein Schulabschluss gemacht, aber erst 2007 mit dem Studium begonnen. Was würden Sie mir raten in Bezug auf die Erklärung dessen im Interview?
Gerhard Winkler: Na, wie wäre es mit der Wahrheit? So schlimm kann die nicht sein.
March: Ja vielen lieben Dank Herr Winkler. Sie sind super.
Gerhard Winkler: Na, Sie sollten mal meinen Nudelsalat probieren!
((Sigrun: WARUM STEHT HIER NICHT DAS REZEPT???? - Gerhard: Damit mich alle nachkochen??? OK, chefkoch.de. Nehmen Sie reichlich Pinienkerne und unbedingt Parma- oder Serranoschinken))
Fox: Ein Hallo in die Runde! Ich habe BWL studiert und 2 Jahre Erfahrung in der Personalentwicklung. Möchte mich jetzt in Richtung Marketing entwickeln. Wie ist das beste Vorgehen, wenn man sich für eine Position bewerben will, jedoch nicht alle Aspekte erfüllt, jedoch sich sehr für den Bereich interessiert? Wie am besten das Interesse im Anschreiben äußern? Ich wäre auch bereit, einen MBA draufzusetzen. Oder soll ich den Schritt wagen, ein Traineeprogramm oder gar ein Praktikum machen?
Gerhard Winkler: Hallo Fox, wäre Personalmarketing nicht ein guter Zwischenschritt? Gehen Sie nicht ohne Not eine Stufe herunter vom Job in ein Praktikum. Machen Sie allenfalls eine berufsbegleitende Ausbildung. Sammeln Sie allen Ihren Mut und rufen Sie Marketing-LeiterInnen in interessanten Organisationen an. Tragen Sie vor, was Sie ermutigt, den Schritt zu machen. Sie sind ein guter Marketing-Mann, wenn Sie andere für Ihre Jobidee begeistern.
IB: Einen schönen guten Abend Herr Winkler, ich bin seit dem 06/12/ 2010 Diplom Kaufmann und habe meine Diplomurkunde am 06/01/2011 erhalten. Ich brauche dringend Ihre Hilfe bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen. Ich habe Sie leider vergeblich einige Male angerufen und auf Ihren Anrufbeantworter gesprochen. Da Sie, nach den Feedbacks auf Ihrer Homepage zu beurteilen, ein sehr gefragter Mann sind, möchte ich gerne wissen, wie und wo ich Sie persönlich aufsuchen kann.
Gerhard Winkler: Hallo, Herr IB, mailen Sie mir die Unterlagen! Ich bin am Donnerstagmittag in Berlin Mitte - da könnten wir uns kurz zusammensetzen.
Marielle: Guten Abend Herr Winkler! Ich bin heute das erste Mal dabei - hier auch gleich meine Frage: Zu einem Projekt, das Hauptbestandteil meines Studiums war, würde ich gerne eine externe Referenz angeben, stehe jetzt aber vor der Frage, wie ich diese am besten im CV angebe. Das Projekt steht in der Rubrik "Ausbildung" unter dem Studium. Schreibe ich darunter direkt die Referenz oder "öffne" ich eine neue Kategorie (falls ich zum Beispiel noch andere, frühere Referenzen hätte), etwa ganz am Ende des Lebenslaufs? Und wie genau gebe ich eine Referenz an, Name, Position, Kontaktdetails, Bezug zu meiner Person bzw. zum Projekt?
Gerhard Winkler: Salut, Marielle, Sie und die anderen Chatter fordern (bei Interesse) mein Info-Blatt über Referenzen an (Mail an gwinkler@jova-nova.com). Da steht, wie Sie Ihre Referenzliste aufbauen.
Katrin: Hallo Herr Winkler, mich würde interessieren, ob man einen Zeitungsartikel, in dem man namentlich und mit Foto erwähnt wird, mit in die Bewerbungsmappe heften sollte (der Artikel ist beruflicher Natur).
Gerhard Winkler: Ja! Der Selbstvermarkterin darf nichts peinlich sein. Etwas diskreter kann man für sich werben, wenn man den Artikel in sein Profil oder in seine Homepage einstellt.
Katrin: Ich habe doch noch eine Frage: Ich möchte in eine verwandte Branche wechseln (Stichwort Umweltschutz/Umweltmanagement). Ich bin Agraringenieurin und habe allerdings keine Spezialisierung für diesen Bereich. Wie könnte man sich am besten verkaufen?
Gerhard Winkler: Als Agraringenieurin haben Sie den Wissenshorizont und den technischen Hintergrund, um sich sofort in Umweltschutzthemen einzuklinken. Einfach im Anschreiben zuerst die bisherigen Jobaktivitäten, das Wissen & Können aufreihen, dann im letzten Drittel (erst dann!) Ihre Motivation KURZ darlegen.
Anja: Guten Abend Herr Winkler, vor Kurzem habe ich mein Tourism Management Studium beendet und bin jetzt diplomierte Betriebswirtin (FH). Nun versuche ich mich - bisher leider erfolglos - in anderen Branchen (Konsumgüter, Einzelhandel, Textilindustrie, Automobilbranche - in der ich auch ein Praktikum im Bereich Marketing absolviert habe, usw.) zu bewerben. Ich könnte mir vorstellen, dass die Personalverantwortlichen meine Bewerbung gleich zur Seite legen sobald sie "Tourism Management" lesen. Denken Sie, dass ich mich auch in anderen Branchen erfolgreich bewerben kann? Wenn ja, mit welcher Strategie? Vielleicht im Anschreiben das Thema offensiv ansprechen getreu dem Motto: "Out-of-the-box thinking" - Ich kann die Dinge auch aus einer anderen Perspektive sehen? Oder sollte ich doch noch ein Aufbaustudium als Ergänzung machen? Vielen Dank für Ihre Antwort im Voraus!
Gerhard Winkler: Am einfachsten ist es anzurufen, sich vorzustellen und das Ganze offensiv anzugehen. Als Absolventin kommen Sie nur so schlecht an Kontaktadressen. In jedem Fall würde ich erst mal kein Aufbaustudium machen. Offensiver argumentieren. Probearbeitswoche vorschlagen.
Fabian: Hallo Herr Winkler. Viele Stellenausschreibungen im IT-Bereich fordern sehr spezielles Wissen (Frameworks, Tools), die mein Uni-Informatikstudium als solches gar nicht abdeckt. Wie hoch schätzen Sie den Nutzen von Zertifizierungen, insbesondere im IT-Bereich, ein? Kosten >300 Euro nur für einen Multiple-Choice-Test, den eh der Rechner auswertet, und ein buntes Stück Papier sind im Studenten-Budget nur dann drin, wenn es einen wirklichen Pluspunkt bringt. Wie belege ich Dinge, die ich mir autodidaktisch beigebracht habe?
Gerhard Winkler: Hi, Fabian: Die Jobanbieter glauben Ihnen alles, solange Sie glaubwürdig argumentieren. Ein entsprechender Eintrag in Kenntnisse & Fähigkeiten reicht bei Absolventen. Im Lebenslauf, im Anschreiben (und/oder im Gespräch) werden Sie es zusätzlich angeben, falls Sie bestimmte Tools in Projekten eingesetzt haben. Glaubwürdig erscheinen Sie auch, wenn Sie angeben, woraus (aus welchem Fachbuch, von welcher Web Site) Sie etwas gelernt haben.
Gast: Hallo Herr Winkler. Ich bin seit meinem FH-Abschluss fast 5 Jahre beim selben Arbeitgeber und bewerbe mich derzeit zum ersten Mal wieder auf neue Stellen. In meinem Anschreiben habe ich eine Gehaltsvorstellung erwähnt, auch wenn danach nicht explizit in der Ausschreibung gefragt wurde. Ist das überhaupt sinnvoll? Und können Sie aus Erfahrung sagen, wie grob man mit dieser Vorstellung daneben liegen kann, ohne direkt aussortiert zu werden? Vielen Dank für Ihre Zeit.
Gerhard Winkler: Hallo Gast. Mit der Gehaltsangabe ersparen Sie sich fruchtlose Kontakte. Sie haben schon ein Level erreicht und möchten sich nicht verschlechtern. Ihr Gehalt plus 5 - 10 % ist sicher nicht zu hoch gegriffen. Vielleicht haben Sie zuletzt suboptimal verhandelt - dann notieren Sie den Jahresbruttobetrag, den Sie für adäquat halten.
Sascha2: Habe mich auch schon mit meinen jetzigen Gehalt beworben und nur Absagen erhalten. Bin ich überbezahlt? Oder präsentiere ich mich einfach nur nicht gut genug?
Gerhard Winkler: Checken Sie die Anforderungen Punkt für Punkt und prüfen Sie, ob Sie Ihre Kompetenz so vermittelt haben, dass man erkennt, dass Sie passen. Am Geld allein wird es kaum liegen. Sie können auch nicht einfach den Gehaltswunsch streichen. Einer joberfahrenen Person nimmt man es übel, wenn sie ihren aktuellen Preis nicht preisgibt.
zed: Hallo Herr Winkler, ich habe keine abgeschlossene Berufsausbildung und kein Studium. Gehe allerdings schon langsam auf die 30 zu. Sollte ich meine Abitur-Durchschnittsnote im Lebenslauf mit erwähnen, weil die ziemlich gut ist (1,5). Oder geht sowas eher nach hinten los? Die Zeugniskopie habe ich ja auch im Anhang.
Gerhard Winkler: Na ja, auf die 1,5 wäre ich schon stolz. Also rein damit. Allerdings ist es die praktische Erfahrung der letzten 10 Jahre, mit der Sie punkten werden.
Yps: Hallo Herr Winkler. Ich habe gerade einige Bewerbungen versendet. Wie lange soll ich bis zum nachfassen warten? Ist zwei Wochen eine gute Zeit? Oder ist früheres oder späteres Nachfassen günstiger?
Gerhard Winkler: Hallo Yps. Zwei Wochen sind definitiv zu kurz. Das braucht Sie nicht daran zu hindern, anzurufen, wenn das die einzige Möglichkeit ist, um zu erreichen, dass Sie nicht ständig ans Anrufen denken. Sie stören sowieso. Dann stören sie doch gleich!
Yps: Ok. Aber wenn die Position, die ausgeschrieben ist, zum 1. März besetzt werden soll. (Ich "will" den Job!!!), werde ich schon was kribbelig. Also wäre es auch nicht verkehrt, sich den Job auf Wiedervorlage zu legen. So gegen Mitte dritte Februar-Woche!? Danke!
Gerhard Winkler:
susi: Hallo Herr Winkler. Ich bin Chemieingenieurin und mein Arbeitsverhältnis endete im Dez. Jetzt bin ich noch in Elternzeit und möchte mich bewerben. Habe jetzt schon ein Angebot entdeckt, was mir sehr gefällt - möchte aber noch ein Seminar machen im April. Kann ich dieses schon mit aufnehmen bei der Bewerbung? Übrigens muss ich alle Kinder und Alter angeben?
Gerhard Winkler: Im Anschreiben ja: ... stehe ich Ihnen nach Abschluss des Lean Management-Zertifikatskurs im April 2011 sehr gern zur Verfügung.
Im Lebenslauf: 9 Kinder (1,2,3,4,5,6,7,8,9 Jahre)
Barnaby: Hallo Herr Winkler, auf Grund einer "gescheiterten" Selbstständigkeit darf ich nun wieder zurück ins Angestelltenverhältnis - was auch nicht schlimm ist. Ich habe nur die Vermutung, dass auf Grund dieser Selbstständigkeit (GmbH, meine Funktion Geschäftsführer, Dauer ein Jahr im WWW-Bereich) ich bei vielen Ausschreibungen direkt aussortiert werde, sofern ich mich auf Stellen bewerbe, die nicht dieser Position entsprechen (beispielsweise Abteilungsleitung/ Bereichsleitung). Gibt es hier vielleicht eine geschickte Formulierung, die einem weiterhelfen kann? Vielen Dank schon jetzt für Ihre Mühe.
Gerhard Winkler: Hi Barnaby - immer falls Sie denken, dass ein Kriterium die Vorurteile von Rekrutierern kitzelt und zum Sofort-Aus führt: Anrufen und die Sache klarstellen. Sie waren ein Jahr GF einer eigenen Firma, jetzt treten Sie wieder zurück ins Glied, Sie haben keine Probleme, Hierarchien anzuerkennen. ... aber ich denke, Ihre Erfahrung ist doch eigentlich ein wertvolles Asset! Arbeiten Sie Ihre Leistungen der letzten Monate heraus!
Hans: Hallo Herr Winkler, gibt es eine Frist bei die man mindestens bei einem Arbeitgeber bleiben sollte, um kein negatives Bild im Lebenslauf zu bekommen.
Gerhard Winkler: Länger als die Probezeit.
trialo: Hallo Herr Winkler - wie wird man eigentlich Bewerbungscoach - so wie Sie?
Gerhard Winkler: Wenn man es so macht wie ich, reichen Beharrlichkeit, Verbissenheit, Sturheit und Ausdauer aus.
trialo: Hallo Herr Winkler - macht es Sinn, den Job eines Bewerbungscoaches anzuvisieren - und wenn ja, welche Eigenschaften, Qualifikationen sollte man dafür mitbringen ???
Gerhard Winkler: Vor 10 Jahren hätte ich "unbedingt, ja!" gesagt. Es gibt zu viele. Ich würde heute eher Parship und Elite-Guide werden. Die Leute dort sind weit hilfloser als bei der Jobfindung.
trialo: Hallo Herr Winkler, wollen Sie nicht doch ein bisschen "aus dem Nähkästchen plaudern"???
Gerhard Winkler: Hallo Trialo ... Sie finden einige Offenbarungen und Geständnisse auf jova-nova.com.
trialo: ... ohne jegliche Erfahrung/Qualifizierung also ??? Verstehe ich das richtig ?
Gerhard Winkler: Sie sollten rekrutiert haben. Sie sollten echte Qualifikation in der Erwachsenenbildung haben. Sie sollten Methoden wissenschaftlich hinterfragen können - sonst enden Sie als Coach, der Halb-Schmarren aufkocht.
Anja: Vielen Dank Herr Winkler! Mich interessiert eine Teilnahme am nächsten Workshop "Anders bewerben". Könnte ich mein "Problem" dort auch individuell behandeln lassen? Falls es im Februar zeitlich nicht klappen sollte, werde ich Ihnen bestimmt meine Unterlagen zum Kurzcheck bzw. zur Optimierung schicken, um mich auch für andere Branchen interessant selbst zu vermarkten.
Gerhard Winkler: Man kann mich auch für eine Einzelberatung buchen - aber sehr viele Fragen, die man hat, werden im Workshop oder durch die Lektüre meiner Tipps beantwortet.
Gerhard Winkler: Wir waren insgesamt 31 heute Abend! Das Chat-Protokoll steht morgen auf jova-nova.com!
Bonne nuit!
31 unterschiedliche IPs im Chat (Ohne Moderator und Experte).
Namen: schnelli, Fabian, loriot, IB, trialo, Nicola, March, Peat, def2, FatMike, fred, Anna, Birte_Hamburg, Fox, Hans, susi, wolfg55, Marielle, zed, Doro, Sascha, ChristineD, Anja, berline, Yps, Maris, Katrin, Gerhard Winkler, Ralf, dsd, schmunzel, sliver, Gast
Ich schreibe für den verständigen Leser. Halten Sie bitte auch mich auf dem Laufenden: über den Jobmarkt, über Ihre Bewerbungswege, Erfahrungen, Abenteuer und Erfolge. Was vermissen Sie auf jova.nova.com? Was sehen Sie anders? Ich freue mich über Ihr Feedback!
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