
Chat-Themen 7.4.2009: Fehlende Erfahrung. Jobziel eingrenzen. Lebenslauf-Lücken. Examensarbeit. Online-Bewerbung. Kunden nennen? Ort-Datum-Unterschrift
Gerhard Winkler: Hallo, Erstbewerber! Hallo, Jobfinder! Herzlich willkommen zum Chat an einem lauen Frühlingsabend. Im Frühling hat man Lust, sich zu verändern ... für manche ist es auch höchste Zeit für den beruflichen Einstieg. Was sind Ihre Erfahrungen auf dem Ausbildungs-, Praktikums-, Jobmarkt?
robert: In meiner bisherigen Karriere habe ich immer Herausforderungen angenommen, denen ich zum Zeitpunkt des Arbeitsantritts noch nicht gewachsen war. Auch jetzt bewerbe ich mich auf Stellen für Projektleitung in der Softwarebranche. Als Senior Consultant habe ich im Bereich Projektmanagement bereits einige praktische Erfahrungen, jedoch kein fundiertes Wissen von Konzepten. In fast allen Jobbeschreibungen steht "Wir suchen einen erfahrenen Projektleiter mit fundiertem Wissen gängiger Projektmanagement-Praktiken". Ich möchte mich trotzdem bewerben. Wie schaffe ich es für solche Ausschreibungen zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden?
Gerhard Winkler: Rufen Sie vorab an. Stellen Sie sich kurz vor. Begründen Sie ganz kurz, weshalb Sie sich trotz mangelnder Erfahrung für geeignet halten. Methoden des Projektmanagements: zu diesem Thema haben Sie im Telefonat und im Anschreiben zu glänzen!
AnnaH: Hallo Herr Winkler, ich habe eine wichtige Frage. Ich möchte mich in einem Verlag als Volontärin bewerben. Ich bin noch früh dran, es ist eine Initiativbewerbung und jetzt weiß ich nicht, was ich in den Betreff meines Anschreibens schreiben soll, ohne mich einzuschränken, denn es gibt dort ja viele Bereiche, in denen ich tätig sein könnte. Wissen Sie einen Rat?
Gerhard Winkler: Volontäre im Verlag sind Menschen mit volatilem Vertrag. Schreiben Sie doch "Volontärin für Berlin" oder etwas ähnliches. In Redaktionen gibt es viele Arbeitsbereiche, aber Sie eignen sich sicher für einige bestimmte ganz besonders. Ich würde mich nicht all zu breit aufstellen, sondern klar benennen, an welchem Platz ich mich am besten aufgehoben fühle.
AnnaH: Glauben Sie nicht, dass der Personaler dann meint, ich könne mich nicht festlegen? Schriebe ich allerdings "Volontärin im Lektorat", nehmen die Personaler mein Anschreiben nur in diesem Bereich zur Hand.
Gerhard Winkler: Am geschicktesten ist, anzurufen und im Gespräch zu ermitteln, in welcher Sparte man die besten Chancen hat. Dann ganz gezielt im Anschreiben argumentieren!
AnnaH: Vielen Dank für Ihren Rat, Ich denke auch, dass ich mich auf einen Bereich beschränken werde und vielleicht ergibt sich in einem Gespräch noch etwas anderes.
Gerhard Winkler: Der frühe Vogel fängt den Wurm, weil er sich auf Morgendämmerungswürmer spezialisiert hat. Fokussieren Sie sich immer jobgenau und aufgabenspezifisch. Wenn Sie mehrere Aufgabenbereiche gleich gut beherrschen, wird man das erkennen. Sie kommunizieren das ja immer auch im Gespräch.
Matthias: Ein frühlingshaftes Hallo in die Runde. Ich hätte eine Erfahrung eines Langzeitarbeitslosen zu schildern (mit positivem Fortgang) und noch ein, zwei Fragen.
Gerhard Winkler: Wir warten auf Ihre Worte!
Matthias: Die Erfahrung: Ich habe seit *sehr* langer Zeit der "Selbstständigkeit" nun über eine Leiharbeitsfirma eine interessante Stelle sogar in meinem bisherigen Berufsbild (IT-Support) bekommen. Letzte Woche hatte ich ein Kaffeepausen-Gespräch mit der Personalverantwortlichen und Projektleiterin, in dem sie mich und meine Fähigkeiten (die ich bis dahin seit 2 Monaten unter Beweis stellen konnte) sehr lobte. Sie fragte mich, wieso ich es so lange nicht schaffte, einen festen Job zu bekommen, zumal im IT-Bereich jeder mit entsprechenden Fähigkeiten rasch unterkommt. Die Frage konnte ich einigermaßen mit privaten Gründen beantworten. Sie meinte auch noch, dass mein Lebenslauf, sprich, die Lücke darin, es mir so schwer macht, eine neue, feste Anstellung zu bekommen. Jeder Arbeitgeber fragt sich natürlich zuerst, warum der Bewerber so lange ohne festen Job war. Das führte bei mir zu einem Teufelskreis, in dem ich mich aus "Scham" über die Lücke oft nicht getraute, mich zu bewerben. Jetzt steht in meinem aktuellen CV natürlich das Projekt an oberster Stelle. Ich erhoffe mir dadurch mehr Einladungen zu einem Vorstellungsgespräch.
Gerhard Winkler: Lücken im Lebenslauf sind dasselbe wie Rostfraß in der Karosserie des Jahreswagens. Die Attraktivität sinkt rapide. Lieber Matthias, ich verstehe nicht ganz, worin Ihre Lücke im Lebenslauf besteht. Sehr wenig Kunden ist eben das Los mancher Selbständigen und Löcher im Budget sind noch keine Lücken im Lebenslauf.
Matthias: Der Rest meines CVs ist sogar ausgesprochen interessant. Nur eben nicht geradlinig.
Gerhard Winkler: Gradlinigkeit ist so was wie glatte Haare, wenn man ein Lockenkopf ist. Man denkt, das wäre es, dabei ist es die eigene Lockenpracht, die neidische Blicke auf sich zieht. Es gibt keine Lücken. Es gibt nur die Unlust, Zeitperioden so zu benennen, dass ein Jobanbieter sie versteht.
katharina: Guten Abend Herr Winkler! Ich befinde mich nun in meinem letzten Semester, habe einige Praktika hinter mir und schaue mich derzeit auf dem Arbeitsmarkt um bzw. suche ganz gezielt nach einem Unternehmen für meine anstehende Examensarbeit.
Gerhard Winkler: Wissen Sie schon, worüber Sie schreiben möchten oder sind Sie da noch ganz unbestimmt?
katharina: ich studiere nämlich Mode- und Designmanagement, da gibt es leider nur wenige Unternehmen, die Diplomandenstellen anbieten.
Gerhard Winkler: Wissen Sie, machen Sie doch einen konkreten Vorschlag. Dafür haben Sie zum Unternehmen recherchiert und sich überlegt, was wohl gut ankommt. Wenn man nicht anbeißt, dann fragen Sie, ob irgendein Thema anliegt, Sie wäre prinzipiell offen. Der Punkt ist, dass Sie kein Thema suchen, sondern einen Kooperationspartner für ein Thema.
katharina: Hm, das probiere ich mal aus. Haben Sie da noch Tipps zum Anschreiben für eine Examensarbeit?
Gerhard Winkler: Betreff: Examensarbeit in Ihrem Unternehmen. Oder: Examensarbeit zum Thema Vlieseline als Gestaltungsmittel. Im Anschreiben würde ich zuerst etwas über mich und meine Leistungen und Schwerpunkte notieren, dann erst auf das geplante Thema eingehen.
katharina: Eine Bewerbung habe ich bereits rausgeschickt, nachdem ich Ihre Seite studiert habe. Leider bis jetzt ohne Antwort. Ich habe auch vor, da anzurufen, aber was soll ich bloß fragen? "Haben Sie meine Bewerbung erhalten?" Hört sich das nicht total blöd an?
Gerhard Winkler: „Trrt-Tttt. WinklerWerke AG, Alois Winkler.“ – „Guten Tag, mein Name ist Katharina Bachthal, ich habe ein 1,3-Examen und relevante Joberfahrung in der semiautomatischen Generierung von Transpondern schon im Studium gewonnen. Meine Frage an Sie: Hat Sie das nicht beeindruckt?“
tiko: Hallo Herr Winkler, zu einem Ihrer Ratschläge gehört, dass sich im Lebenslauf keine undefinierte Zeitphase größer als einen Monat befinden soll. Ich habe mein Studium Ende November/Anfang Dezember abgeschlossen, im Januar eine vierwöchige Reise nach Australien unternommen und bin bis dato auf Jobsuche. Wie würden Sie diese Phase im Lebenslauf angeben?
Gerhard Winkler: Klar doch: die Januar-Reise steht in Ihrem Lebenslauf!
tiko: Und die restlichen Monate (Dez, Feb, März)? Und in welcher Rubrik gebe ich die Reise am besten an?
Gerhard Winkler: Weiterbildung oder Ausbildung, dann ist es der aktuelle Eintrag oberhalb der Studienzeit. Sie betiteln das Ganze "Bildungsreise".
Alex: Hallo Herr Winkler, ich möchte auch gleich mit einer Frage starten. Es geht um die Bewerbung für ein Fachpraktikum (als Wirtschaftsingenieur) bei einem großen Unternehmen. Online sind einige für mich in Frage kommende Stellen ausgeschrieben. Die Bewerbung darauf ist allerdings zunächst nur online möglich, eventuell werden die Unterlagen nachgefordert. Mir wäre eine "richtige" Bewerbung eigentlich lieber. Wäre es in diesem Falle besser die Onlinebewerbung zu akzeptieren und keine Versuche anzustellen, doch eine Adresse ausfindig zu machen und dort einfach meine Unterlagen hinzuschicken?
Gerhard Winkler: Bereiten Sie Ihre Unterlagen vor, bewerben Sie sich dort online, wo man in durchdachtes und bewerberfreundliches Online-Recruiting durchführt, schauen Sie zugleich, ob Sie nicht doch die Kontaktdaten von Ansprechpartnern finden. In jeder Online-Bewerbung hat man die Möglichkeit, einen kurzen Textbeitrag einzustellen. Dort nicht schwafeln: Bündig vortragen, worum es geht: um die eigene, spezifische Job-Kompetenz.
Alex: In der Onlinebewerbung existiert eine Box "Motivation - Ihr persönliches Bewerbungsschreiben". Wäre es angebracht, zuerst ein herkömmliches Anschreiben für die schriftliche Bewerbung zu verfassen und dann in diese Box das Anschreiben einzufügen?
Gerhard Winkler: Warum kriegen junge Personaler nie einen Partner? Na, sie fragen: „Was motiviert Dich, mich zu lieben?“ – Lassen Sie sich durch den Liebestöter MOTIVATION nicht irre führen. Ich würde da kein Loblied auf das Unternehmen singen, sondern meine Erfahrung und meine Leistungen nachweisen.
Alex: Also gehe ich so vor: Herkömmliche Bewerbungsunterlagen erstellen. Online-Bewerbung mithilfe meiner erstellen Unterlagen ausfüllen, den Großteil aus dem Lebenslauf, die "persönliches Bewerbungsschreiben"-Box mit dem Anschreibentext (ich finde zumindest, das würde dort hineinpassen). Werden herkömmliche Unterlagen nachgefordert, kann ich sie ohne Verzögerung hinschicken.
Gerhard Winkler: Die Eingabefelder bis zum Geht-nicht-mehr mit Fakten und Daten auffüllen. Im Online-Bewerbungsformular kann mehr als im Lebenslauf stehen. Das ist schließlich keine Präsentation, sondern Datenbankfutter.
Alex: Sehr gut, vielen Dank bis hier hin! Eine Frage habe ich noch, auch wenn sie vielleicht etwas seltsam ist. Mein Lebenslauf ist bereits fertig. Mit dem Anschreibenstext habe ich noch nicht begonnen. Nach der Erstellung des Anschreibens würde ich Sie allerdings mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit mit der Überarbeitung bzw. dem Verfassen des Anschreibens beauftragen, aufgrund des Stellenwerts dieses Praktikums. Aufgrund meiner relativ knappen Zeit überlege ich nun, ob ich vorher überhaupt selbst ein Anschreiben erstellen sollte. Lohnt sich dies selbst dann (Lerneffekte o. ä.), wenn Sie im Nachhinein ein anderes erstellen würden?
Gerhard Winkler: Ich würde Winklers Anschreiben (und Tipps) lesen und dann ein Anschreiben nachbauen oder (wenn ich vermögend wäre) Winkler beauftragen, eine Präsentation zu formulieren. Selber schreiben, wenn man nicht gut und gern textet, ist eine wirklich harte Arbeit. Es ist wie sich selber zu zeichnen: Mal stimmt die Größe nicht, mal verhaut man sich bei den Konturen, mal färbt man zu grau oder zu grell ein.
Alex: Nun ja, vermögend bin ich leider nicht, vor allem als Student. Ich werde allerdings trotzdem kalkulieren, ob eine Erstellung durch Sie im Bereich des Möglichen liegt und Sie dann per E-Mail kontaktieren. Vielen Dank für die heutigen Antworten!
Gerhard Winkler: Oh, man muss nicht reich sein, um mich zu buchen. Meine Preise sind volkstümlich.
AnnaH: Ich hätte noch eine Frage zur Bewerbungsmappe: Reicht es aus , die Arbeitszeugnisse in Schwarz-Weiß zu kopieren oder müssen es Farbkopien auf hochwertigem Papier sein?
Gerhard Winkler: Viele fahren auf Farbe ab, weil es technisch möglich ist, nicht mehr so teuer ist und weil man es eben gern bunt treibt. Eigentlich sollte es egal sein, aber wer weiß, vielleicht wirkt das multikolore Arbeitszeugnis oder das güldene Zertifikat von der School Of Applied Disintegration doch ein bisschen beeindruckender.
Matthias: Eine Frage zu Sprachkenntnissen im Lebenslauf: Wenn man eine Sprache sehr gut beherrscht, benennt man dies als "fließend" oder "verhandlungssicher"? Google meint von der Reihenfolge her steht "verhandlungssicher" über "fließend", wozu aber auch entsprechende Fachvokabeln und Ausdrucksstärke (eben ein "Verhandlungsgeschickt") gehören. Trage ich zu dick auf, wenn ich "verhandlungssicher" angebe?
Gerhard Winkler: Verhandlungssicher meint, dass Sie Verträge verhandeln können. Schaffen Sie das in der Zielsprache?
Matthias: Ich hatte bereits ein Vorstellungsgespräch auf Englisch, was zu einer Anstellung führte. In dem Fall ein Anstellungsvertrag. Aber ein ausgesprochener Jurist oder ähnliches bin ich nicht, zu dessen täglich Brot das Verträge aushandeln gehört.
Gerhard Winkler: Verhandlungssicher hat sich im Bewerbungssprachgebrauch schon hin zu "mündlich und schriftlich perfekt" gewandelt. Ursprünglich heißt es, dass einem juristische Feinheiten eines Verhandlungsthemas klar sind, dass man rechtliche Fragen (die eben immer auch finanziell ins Gewicht fallen) abklären kann.
tiko: Ich habe während meines Studiums für eine Unternehmensberatung als Werkstudent und Praktikant gearbeitet. Darf ich die verschiedenen Auftraggeber der jeweiligen Phasen mit vollständigem Namen als Klienten der Beratungsfirma im Lebenslauf angeben?
Gerhard Winkler: Eigentlich schon - mit den bekannten Namen unter den Klienten machen Sie ja auch Werbung für die Beratungsfirma. Falls keine Klausel in Ihrem Arbeitsvertrag Sie zur Vertraulichkeit verpflichtet, dürfen Sie Namen fallen lassen.
tiko: Na ja, es gibt schon eine Geheimhaltungserklärung: "...verpflichtet sich, alle Informationen sowie technische und wirtschaftliche Kenntnisse und Erfahrungen, die ihm von [Unternehmensberatung] und den Kundenunternehmen der [Unternehmensberatung] übergeben werden [...] geheimzuhalten." Schließt dies die Nennung aus? Da es durchaus namhafte Unternehmen sind, wäre es auch eine deutliche Aufwertung für meinen Lebenslauf.
Gerhard Winkler: Sie können natürlich Ihren Ex-Arbeitgeber fragen, ob eine Namensnennung OK ist. Solange dies nicht offenkundig vertragswidrig oder fahrlässig sorglos erscheint, solange es nicht um sensible Jobs und heikle Klienten geht, solange Sie keine Interna ausplaudern, ist eine Namensnennung legitim. Eine weitere Möglichkeit ist, ein paar Namen im Gespräch fallen zu lassen, und im Anschreiben bzw. Lebenslauf nur die Branche oder ähnliches zu nennen.
tiko: Die Nennung der Branche und des Standorts (was meist auch eine eindeutige Zuordnung liefert) im Lebenslauf bzw. im Anschreiben zu nennen, habe ich auch schon überlegt. Ist dies nicht ein wenig umständlich, vor allem im Lebenslauf?
Gerhard Winkler: Kommt darauf an, wie viele Kunden Sie haben. Noch mal: Sie dürfen keinen Vertrauensbruch begehen oder gegen bindende Vereinbarungen verstoßen, aber Sie dürfen andererseits so konkret werden, dass Ihr Lebenslauf nachvollziehbar, einleuchtend, wahrhaft und aussagefähig wird.
AnnaH: Lieber Herr Winkler, ich verabschiede mich heute aus der Runde, danke Ihnen für Ihre Tipps und wünsche Ihnen noch einen schönen Abend.
Gerhard Winkler: Viel Glück und viel Erfolg, liebe AnnaH!
Wie ist der Jobmarkt zur Zeit? Welche Signale senden Ihnen die Unternehmen? Haben Sie trotz hervorragender Daten Schwierigkeiten, einstellungsbereite Arbeitgeber zu identifizieren?
Matthias: Jobmarkt zur Zeit: Da ich mich auf dem Schweizer Jobmarkt und dort speziell im Bankensektor bewerbungstechnisch bewege, sieht es zur Zeit sehr schlecht aus. Die Ampeln stehen auf "Rot". Ich möchte nur den richtigen Zeitpunkt erwischen, wenn die Kurve wieder nach oben geht.
Gerhard Winkler: Vielleicht sind die möglichen Ansprechpartner ein bisschen redefreudiger, wenn sie sonst nichts zu bieten haben. Das würde ich ausnutzen und versuchen, ins Gespräch zu kommen.
katharina: Das Problem, das ich für Jobeinsteiger sehe, ist dass alle Unternehmen nur Bewerber mit mindestens 1 - 2 Jahren Berufserfahrung suchen. Und was machen die anderen, frisch von der Uni?
Gerhard Winkler: Keine Bange! Absolventen mit erster Studi-Job-Erfahrung kommen genau so gut rein! Die Hürde 2-Jahre-Erfahrung am besten ignorieren!
tiko: Vielen Dank schon mal für Ihre Tipps. Eine Frage zur Form des Lebenslaufs bei E-Mail-Bewerbungen habe ich noch: wie verfahre ich hier mit Datum, Ort und Unterschrift? Unterschrift einscannen? Alles handschriftlich und dann einscannen oder ganz weglassen?
Gerhard Winkler: Ich verstehe nicht, warum man Ort, Datum, Unterschrift notieren soll. Das hat so etwas Mystisch-Rechtsverbindliches.
tiko: Also auch bei der schriftlichen Bewerbung das Mystisch-Rechtsverbindliche weglassen?
Gerhard Winkler: Wenn Sie das Ganze ausdrucken und mit dem Montblanc Meisterstück signieren, dann verzieren Sie den Lebenslauf immerhin mit einer persönlichen Note. Ort, Datum, Unterschrift ist Nebensache. Nennen Sie im Lebenslauf und im Anschreiben Orte und Namen! Geben Sie monatsgenaue Daten an. Bringen Sie Referenzen an, die unterschreiben, dass Sie tüchtig, zuverlässig, kundig und leistungsbereit sind!
In diesem Sinne: Allseits einen schönen Abend! Besuchen Sie mich auf jova-nova.com und lesen Sie sich auch auf formyourself.de fest!
Nicht vergessen: Sie dürfen konkrete Fragen gern auch per Mail stellen! Schönen Abend! Viel Glück und viel Erfolg bei der Jobfindung!
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Zuletzt aktualisiert: Berlin, 8.4.2009
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