Workshop für Arbeitsvermittler
Winkler: "Mit einer alternativen Schrift kann man auf subtile Weise sein höchst persönliches Erscheinungsbild prägen."
Teilnehmerin: "Ja, aber andere Bewerbungsberater raten davon ab. Wenn ein Personaler sich hundert Bewerbungen in Times oder Arial vor Augen führt, dann schmerzt ihn der plötzliche Anblick einer ungewohnten Schrift."
– Comic, Haettenschweiler, Rockwell Extra Bold und viele andere, auf dem PC vorab installierte Schriften sind Werkzeuge aus dem Gruselkabinet. Doch meine Kollegen von der Beraterzunft, die Monotonie über Monotypie propagieren, denken über ihre Windows-Kiste nicht hinaus.
Ich kaufe Schriften. Ich kaufe sie dort, wo Werbung, Medien und Wirtschaft einkaufen. Diese Schriften zeichnen Marken aus. Im Bewerbungsfall geben Sie dem guten Namen des Bewerbers eine Gestalt.
Times ist wie T-Shirt. Arial ist wie Jeans. Meine Jobfinder ziehe ich gut an. Ich hülle sie in ein feines Tuch. Das haben sie auch verdient. Ihre Mitbewerber tragen alle Uniform. Es liegt am Personaler, wen er rekrutiert.
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