"Wenn man wie ich aus der Non-Schickeria-Schicht kommt, erscheint einem vieles an Ihren Tipps zuerst fantastisch ... Doch einem Handwerksmeister (womöglich noch dazu aus der Provinz) so eine Winkler-Bewerbung aufs Auge drücken? Hmmm... Der erwartet doch sicher tatsächlich eine Schema-F-Bewerbung. Etwas anderes ist er nicht gewohnt, er ist kein Personaler, das stempelt er vielleicht als Amateur-Bewerbung ab nach dem Motto: "Die/der weiß nicht mal, wie man eine ordentliche Bewerbung formuliert!" Nimmt er sich Zeit, über die Bewerbung nachzudenken? Erkennt er den zweckmäßigen Aufbau? Hat er von Anfang an genug Hirn, um den Wert des Bewerbers zu erkennen?" (S.K.)
– Machen Sie sich keine Gedanken darüber, wie unbekannte Jobanbieter auf eine schriftliche Bewerbung reagieren. Diese Leute sind:
Sie erreichen Jobanbieter dann, wenn Sie sich auf das beschränken, was man von einer vertrauenswürdigen Leistungsanbieterin erwartet: 1. den eigenen Leistungsanspruch unmissverständlich herausarbeiten. 2. jede weitere sprachliche oder sonstige Handlung strikt darauf auszurichten, Vertrauen in Sie zu schaffen.
Ein Jobanbieter mag stockkonservativ, beschränkt wie ein Turnschuh, sogar kopf- und hirnlos und fachlich völlig unfähig sein – und Sie können nichts daran ändern. Aber alle Stellen- und Ausbildungsanbieter erkennen wahre Stärke. Alle wollen im Grund ihres bisweilen stockfleckigen und verkrüppelten Herzens jemandem vertrauen.
Sie verdienen doch dieses Vertrauen! Machen Sie sich deshalb stark, glaubwürdig und vertrauenswürdig. Es war vollkommen richtig von Ihnen, Betriebe aufzusuchen und sich persönlich an Chefs zu wenden – auch wenn die Ehefrau eines Inhabers sie einmal an der Tür abgefangen hat. Beim nächsten Mal kalkulieren Sie eben einen kaltes Feuer speienden Drachen ein und besänftigen auch den. Putzen Sie Klinken, schütteln Sie Hände, gehen Sie auf Bewerbungstour. Ihr schriftliches Vermarktungsmaterial kommt dann wie gerufen und unterstützt den Anspruch, den Sie in Ihrer Person vermitteln.