Was hat Ihnen schon einmal ein Vorstellungsgespräch ruiniert?
( ) 1 - Ich habe einen Katalog an Forderungen vorgetragen
( ) 2 - Ich habe den Jobanbieter negativ überrascht
( ) 3 - Ich habe mich gewunden und geziert
( ) 4 - Falsches Outfit
( ) 5 - Falsche Bemerkung
( ) 6 - Ich hatte die Job-Anforderungen nicht richtig durchdacht
( ) 7 - Unpünktlichkeit
( ) 8 - Ich habe mit meinen Argumenten nicht überzeugt
( ) 9 - Ich habe zu sehr gedrängt
( ) 10 - Ich habe mich unwohl gefühlt und das auch gezeigt
( ) 11 - Ich war nicht wirklich interessiert
( ) 12 - Ich war mir zu sicher
Schnell, gleich kommt das nächste Interview! Was lässt sich ändern?
1 - Sie haben einen Katalog an Forderungen vorgetragen. – Abhilfe: Nur Ihre Basis-Bedingungen (ab wann? wie viel?) nennen und die auch erst nach Aufforderung. Über Vertragsdetails stets erst nach einer Jobzusage verhandeln.
2 - Sie haben den Jobanbieter negativ überrascht. – Abhilfe: Bringen Sie kein Element in die Verhandlung ein, das der Verhandlungspartner erst mitbedenken müsste, bevor er sich auf eine Verhandlung mit Ihnen einlässt. Mit anderen Worten: Räumen Sie den möglichen Ablehnungsgrund gesprächsweise aus dem Weg, noch bevor Sie ihre Bewerbung auf dem Weg bringen. Rufen Sie an!
3 - Sie haben sich gewunden und geziert. – Abhilfe: Vor dem Bewerben, spätestens vor dem Gespräch durchdenken, was verlangt wird. Die eigene Linie finden. Den Vorschlägen und Wünschen klar zustimmen oder sie ebenso fest ablehnen. Falls Sie Bedenkzeit brauchen: Strapazieren Sie nicht das Zeitlimit.
4 - Falsches Outfit. – Abhilfe: Sich von einem erfolgreichen Joberfahrenen in die Etikette einweisen lassen. Akzeptieren Sie, dass Sie kein wandelndes Style-Statement sind. Sie blenden sich in eine Unternehmenskultur ein.
5 - Falsche Bemerkung. – Abhilfe: Keine, denn Sie wollen Ihr loses Mundwerk nicht stoppen. Es fehlt Ihnen womöglich an Herzensbildung, um zu verstehen, womit Sie andere Menschen vor den Kopf stoßen. Man hat Ihnen doch oft geraten, die Klappe zu halten. Und Sie warten immer noch auf die Anleitung, wie das geht? Hinter Ihnen steht der unsichtbare Mann mit dem Schild: Deine Meinung beglückt keinen.
6 - Sie hatten die Job-Anforderungen nicht richtig durchdacht. – Abhilfe: Sie entwerfen eine ausreichend und handfest begründete Darlegung, was Sie konkret arbeiten wollen. Erklären Sie dem Jobanbieter den Job und er gibt ihnen den Job.
7 - Unpünktlichkeit. – Wollen Sie wirklich Abhilfe schaffen? Sie könnten sich so leicht Pünktlichkeit antrainieren, aber anscheinend kommen Sie mit Ihrer Lässigkeit zu oft durch. Gehen Sie dorthin, wo man Stechuhren nicht kennt. Nehmen Sie sich dafür alle Zeit, die Sie brauchen.
8 - Sie haben mit Ihren Argumenten nicht überzeugt. – Abhilfe: Studieren Sie Ihren Lebenslauf und verlebendigen Sie ihn im Gespräch. Und arbeiten Sie Punkt 6 durch.
9 - Sie haben zu sehr gedrängt. – Abhilfe: In Zukunft keine Appelle. Kein Dauer-Selbstlob. Keine Mitleids-Tour. Sie liefern die Fakten. Der Jobanbieter durchdenkt Ihre Argumente. Dafür braucht er etwas Ruhe und Zeit. Jobanbieter sind keine Hasen. Sie lassen sich nicht blenden, sie lassen sich nicht fangen, und sie lassen sich auch nicht überfahren.
10 - Sie haben sich unwohl gefühlt und das auch gezeigt. – Grund: Sie gleiten auf die Gefühlsebene, weil die kommunikative Aufgabe Sie überfordert oder weil Sie nicht verstehen wollen, dass Skepsis, Misstrauen und Ungläubigkeit erst dann gegen Sie persönlich gerichtet sind, wenn Sie dazu reichlich Anlass gegeben. Ihr Bauchgefühl in Ehren, doch um einen Job zu verhandeln, braucht man sich nicht von Bauch zu Bauch konnektieren.
11 - Sie waren nicht wirklich interessiert. – Abhilfe: Sagen Sie Gespräche über Jobs, die Sie absehbar nicht machen wollen, vorher ab.
12 - Sie waren sich zu sicher. – Abhilfe: Beherzigen Sie die Vorschläge zu 8 und 9. Ihre Aufgabe im Jobinterview: Sie werben konstant um Vertrauen und Sie liefern handfeste Gründe, auf Ihre Jobeignung zu bauen. Mehr ist nicht zu tun. Weniger bringt Sie kaum in den Job.
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