"Ich finde, der Vorschlag eines Probearbeitstags bringt nichts - wäre es dagegen nicht sinnvoll, auf die Bereitschaft für eine berufsbegleitende Weiterbidung hinzuweisen oder gleich den Wunsch danach zu äußern?"
- Sie wollen im Anschreiben oder im Jobinterview dem Arbeitgeber Ihre Bereitschaft zum Nachsitzen und Nachlernen deutlich bekunden. Was Sie vermitteln: Ihre Bedenken, nicht alles mitzubringen, was es für eine gute Jobleistung braucht. Also: nicht von sich aus beim Bewerben verkünden, dass Sie noch nicht wieder ganz mental zurück im Job sind, dass Ihre praktischen Fertigkeiten etwas eingerostet sind und dass Sie Wissenslücken ausgleichen wollen.
Der Jobanbieter erkennt Ihre Defizite sowieso – wenn nicht auf den ersten Blick, dann doch im Dialog. Falls er zum Schluss kommt, man müsste zum Jobstart nachbessern, dann wird er Ihnen einen Lehrgang oder eine Einarbeitung vorschlagen.
Ich finde es immer noch gut, vorab einen Probearbeitstag (oder eine Probewoche) vorzuschlagen. Sie erkennen an, dass Ihre aktuelle Jobkompetenz für das unbefangene Auge ein wenig unklar erscheint. Sie wollen aber durch Einsatz und Leistung überzeugen. Machen Sie es nicht durch durch Vorab-Eingeständnisse unmöglich, das man Ihnen vertraut. Die Welt wäre gewiss ein besserer Ort, wenn man alles unterlassen würde, was das Misstrauen anderer befördert. Sie beanspruchen nichts weiter als Ihren eigenen kleinen Platz in der Arbeitswelt. Man besetzt diesen Platz nicht mit Ihnen, wenn Sie vorab Zweifel säen, wenn Sie doch Zuversicht ausstrahlen sollten.
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