Motivation schreiben. Eine Kurzeinweisung
02.02.12
Verstehen Sie Ihr Motivationsschreiben als Wettbewerbsbeitrag in einem hoch kompetitiven Umfeld.
– Es beantwortet die Frage: Weshalb werden Sie unser Programm erfolgreich durchlaufen?
– Es ist neimals ein chronologischer Abriss Ihres bisherigen Werdegangs.
– Es beantwortet auch nicht, was Sie persönlich alles spannend, interessant, reizvoll, erfüllend oder notwendig finden.
Arbeiten Sie sich nicht am Ausbilder ab. Arbeiten Sie diese Punkte ab
- Auf welchen (Spezial-) Gebieten haben Sie bis heute verwertbares Wissen erworben, praktische und Projekt-Erfahrung gesammelt, Leistung erbracht, Erfolge erzielt?
- In welchen Organisationen? Wer waren Ihre Förderer, Vorbilder, Projektleiter, Chefs?
- Welche Studienleistungen, welche praktischen Erfahrungen, welches Engagement belegen Ihren Leistungsanspruch?
- Inwieweit ergibt sich Ihr angestrebtes Ausbildungsziel schlüssig aus Ihrem bisherigen Weg?
- Was wollen Sie mit dem angestrebten Abschluss anfangen bzw. wie soll es am Ende des Programms mit Ihnen weitergehen?
- Wie gut lassen sich Ihr wissenschaftliches oder berufliches Interesse (nicht ihre löblichen und vielfältigen Interessen!) sowie ihre persönlichen (Entwicklungs-, Karriere-) Ziele mit den Anforderungen, Plänen, Inhalten der Ausbildung in Deckung bringen?
- Wieso fällt Ihre Wahl gerade auf diese eine Organisation (und auf diese bestimmten Ausbilder)?
- Wie werden die Ausbilder, die akademische Institution oder das Unternehmen, die Mitstudierenden oder die Kollegen konkret von Ihrem Engagement und Ihrem Beitrag profitieren?
Beim Texten achten Sie darauf:
- Keine Einleitung.
- Keine Verben der Gemütsbewegung, des Meinens und Fühlens.
- Keine Hilfszeitverben wie dürfen, können, sollen.
- Keine deklarativen Aussagen (hiermit ... ich möchte ...)
- Keine Thesen zum Zustand der Wissenschaft oder Wirtschaft. Keine Aussagen über das, was heutzutage besonders gefordert ist. Keine Lebensweisheiten. Keine Slogans aus dem Plaudersäckchen der Weltverbesserer. Keine Zitate (Schon Winston Churchill hat …).
- Kein Eingehen auf eigene Defizite oder fehlende Voraussetzungen. Keine Rechtfertigungen. Kein langatmiges Erklären von biographischen Umständen oder Karriereentscheidungen.
- Keine Absichtserklärungen. Keine Versprechungen.
- Legen Sie Aussagen über Ihre persönlichen Qualitäten einem glaubwürdigen Dritten in den Mund.
- Bilden Sie sich in voller Lebens- und Leistungsgröße ab, ohne sich selbst zu erniedrigen oder zu erhöhen.
- Beschränken Sie sich auf eine Seite im Brieflayout.
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