Einige Empfehlungen an den kritischen Rationalisten unter meinen Lesern für das Gesprächsverhalten:
1. Lächeln Sie just in dem Moment, wenn Sie die Frage vernehmen. – Das wirkt, als hätten Sie geradezu auf diese Frage gehofft.
2. Versuchen Sie nicht, in Ihrer Antwort alle Aspekte einer Sache gebührend auszuleuchten. Beschränken Sie sich auf das, was den Jobanbieter am meisten interessiert oder auf das, was Sie für wirklich wesentlich halten.
3. Ersetzen Sie Ihre spontane erste Reaktion "Das ist schwierig" durch: "Gute Frage!".
4. Drehen Sie Ihre Antworten ins Positive. Statt "Ich bin kein guter Verkäufer" äußern Sie etwa: "Ich habe ja mehrfach in kritischen Situationen gezeigt, wie gut ich berate und betreue."
5. Verstehen Sie, was der Job zu Beginn von Ihnen verlangt. Vollziehen Sie ebenso nach, was im Job aus der Sicht des Jobanbieters in eins, zwei Jahren erreicht werden soll. Ziehen Sie selbst die Linie.
6. Wenn der ausgeschriebene Job ein Bild ist, darf dieses Bild nicht abstrakt sein. Sie und der Jobanbieter haben das Gleiche darin zu sehen. Von Ihrem gemeinsamen Standpunkt aus soll, wie erwähnt, eine Perspektive sichtbar sein. Ihr ganzes Redeverhalten macht klar, dass Sie selbst, was den Job betrifft, voll und ganz im Bild sind.
7. Sie sehen die Dinge der Welt eher nüchtern. Was Sie alles draufhaben und was Sie bringen, ist aber absolut der Rede wert. Tun Sie deshalb nicht so, als wären Sie niemand Besonderes. Für Sie gilt weit mehr als für Ihre Show-erfahrenen Zeitgenossen die Devise: Ich find mich einfach gut!
Februar 2009; Text zuletzt überarbeitet: Berlin, 24.02.2009.
Ich schreibe für den verständigen Leser. Halten Sie bitte auch mich auf dem Laufenden: über den Jobmarkt, über Ihre Bewerbungswege, Erfahrungen, Abenteuer und Erfolge. Was vermissen Sie auf jova.nova.com? Was sehen Sie anders? Ich freue mich über Ihr Feedback!
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